Mozartareal – Für einen Fortschritt

Mit Unverständnis reagiert die CSU-Fraktion im Würzburger Stadtrat auf die jüngsten Äußerungen der SPD-Stadtratsfraktion: “Die SPD stellt erneut unter Beweis, dass sie völlig konzeptlos ist und sich jeder gebotenen politischen Vernunft und Einsicht in die Sachlage verweigert” so Dr. Christine Bötsch, CSU-Fraktionsvorsitzende. Diese Äußerung ist eine reine Ablenkung und soll den Blick weglenken vom eigenen Fehler der frühzeitigen Festlegung auf einen Teilerhalt.

Die SPD-Fraktion war in allen Koordinierungsrunden und Absprachen zur Vorbereitung des Bürgerentscheids eingebunden. Nunmehr “bekriegt” sie diese Entscheidung durch die Bürger aber selbst, ohne jedoch eine eigene Lösung anzubieten. Was soll denn aus Sicht der SPD umgesetzt werden? Die Fragen nach den Nutzungen, den Kosten, Sanierungsmöglichkeiten und -einschränkungen wurden wiederholt gestellt, aber von der SPD nicht beantwortet.

Gleichzeitig liebäugelt der SPD-Vorsitzende Muchtar Al Ghusain mit einem Gesamterhalt der Mozartschule. Auf der anderen Seite fordert die SPD-Fraktion den Teilerhalt, ohne mitzuteilen, wie sie das Hufeisen nutzen, geschweige denn finanzieren wolle.

Wer sich mit den Zahlen und Fakten auseinandersetze, müsse erkennen, dass sich ein Teilerhalt der Mozartschule nach allen Ergebnissen des Investorenwettbewerbs nicht lohnt und der Stadt Würzburg sehr teuer zu stehen käme. Elf Millionen Euro für eine Sanierung des Hufeisens - ohne sinnvolles Nutzungskonzept - sind einfach zu viel. Deshalb setzt sich die CSU, wie auch eine Mehrheit des Stadtrates, für ein gemischtes Stadtquartier aus Handel, Hotel, Wohnen und kultureller Nutzung, mit dem Vorteil neuer Parkplätze ein.

“In Sachen Bürgerbeteiligung sei die SPD sowieso nicht mehr ernst zu nehmen”, so Christine Bötsch, “denn zum einen zeigt die SPD deutlich, dass ihr der Bürgerentscheid und eine innovative Bürgerbefragung nicht passt und zum anderen habe sich die SPD noch nicht erklärt, ob sie ein demokratisches Votum der Bürger überhaupt akzeptieren würde”.

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